Furikake – Das Japanische Add-On, um deinen Reis zu pimpen!

Schlägt man das japanische Wort „Furikake“ im Wörterbuch nach, erhält man die Übersetzung „getrocknetes Essen gestreut auf Reis“. Es mag zwar etwas lieblos klingen, aber im Prinzip trifft es die Übersetzung schon ganz gut. Hinter dem Begriff Furikake verbirgt sich eine Vielzahl an verschiedenen Gewürzmischungen, die als Toppings benutzt werden, um einer Schale Reis etwas mehr Geschmack zu verleihen. Es gibt sie in vielen verschiedenen Farben und Geschmacksrichtungen – darunter auch saisonale Variationen. Viele Furikake-Mischungen haben eine Fischkomponente als Hauptbestandteil, dazu oft Sesam, verschiedene Algen, getrocknetes Ei, Salz, getrocknete Pflaumen, verschiedene Gewürze und und und…

Die gelbe und orangene Packung sind zwei Sorten von Furikake, die wir aus unserem letzten Japanurlaub mitgebracht haben. Gelb ist eine Furikake-Mischung in der Geschmacksrichtung Curry. Das Orangene ist Furikake auf der Basis von Katsuobushi (hauchdünne Fischflocken). Die blaue Verpackung ist streng genommen kein Furikake, da es nicht dazu gedacht ist, oben auf den Reis gestreut zu werden, sondern mit dem Reis vermengt wird. Der Hauptbestandteil hier sind kleine getrocknete Fische.

In vielen Asia-Märkten, die japanische Lebensmittel verkaufen, könnt ihr Tütchen oder kleine Gläser mit Furikake finden. Natürlich könnt ihr auch viele Sorten online bestellen. Möchtet ihr zu keiner der beiden Strategien greifen, könnt ihr euch das Reis-Topping auch selbst zusammenstellen. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Mit geröstetem Sesam, klein geschnittenen Nori-Blättern und Salz habt ihr schon eine feine Grundlage und könnt dann je nach den eigenen Vorlieben zu Gewürzen greifen. Zum Beispiel sind Chiliflocken, Currypulver oder Schwarzer Sesam eine gute Wahl.

Vor kurzem habe ich ein einfaches, schnelles Gericht mit Edamame (Sojabohnen), paniertem Tofu und Reis mit Furikake zusammengestellt. Allerdings habe ich hier eine Furikake-Mischung benutzt und es nicht selbst gemacht.

Eine simple Mahlzeit, die nicht nur gut schmeckt, sondern auch optisch was hermacht.

In Japan ist es übrigens auch üblich, Reis mit einem rohen Ei darüber zu servieren. Wem die Reis und Furikake-Mischung also zu trocken ist, kann sich so Abhilfe verschaffen. Bei rohen Eiern solltet ihr aber unbedingt darauf achten, dass sie frisch sind. Hat man ein eingeschränktes Immunsystem o.ä. sollte man aber besser ganz auf rohe Eier verzichten.

Ich persönlich erfreue mich immer an der Schlichtheit von Gerichten mit Reis als Beilage. Mit ein wenig Kreativität und Experimentierfreudigkeit könnt ihr eine Schale Reis ohne großen Aufwand nach Belieben verfeinern oder aber ihr genießt den Reis pur und minimalistisch! ?