Die richtigen Messer

Meine Messersammlung

Vielleicht hast du dich ja schonmal gefragt, ob dir nicht noch das richtige Messer fehlt, um das Gemüse Schnibbeln zum Kinderspiel zu machen. Oder du hast dir einen Messerblock gekauft und fragst dich jetzt, mit welchem Messer du die Möhren schneiden solltest. Oder du benutzt einfach immer das Messer mit dem roten Griff und wunderst dich, warum man sich großartig mit dem Thema Messer beschäftigen sollte.

In meinen Augen gibt es zwei Messer, die in jeder Küche vorhanden sein sollten. Das hält mich natürlich nicht davon ab, mehr als 20 Messer zu haben, aber wirklich brauchen tut man nur diese zwei.

1 – Kochmesser

5 verschiedene Kochmesser – Gyuto mit japanischem Griff, Gyuto mit mit westlichem Griff, Europäisches Halbkropf-Kochmesser, Bunka mit jap. Griff, Santoku

Das wichtigste Messer in jeder Küche ist, meiner Meinung nach, das Kochmesser. Es sollte eine zwischen 16cm und 20cm lange Klinge haben. Wichtig ist auch, dass der Griff des Messers so angebracht ist, dass beim Schneiden genug Platz zwischen Hand und Schneidebrett ist.

Mit dem Kochmesser kann man eigentlich alles schneiden: Möhren, Zwiebeln, Kürbisse, Brokkoli, usw. man kann damit auch ein Huhn zerteilen oder einen Schweinebauch halbieren. Kurzum: Dieses Messer ist das wichtigste Werkzeug in der Küche und sollte das erste Messer sein, das du dir kaufst.

Normalerweise gibt es für mich nur einen Grund nicht das Kochmesser zu benutzen: Wenn das Schnittgut so klein oder verwinkelt ist, dass ich es beim Schneiden in der Hand halte. Ein Beispiel dafür ist ein Apfel. Wenn ich den Apfel viertele und dann entkerne, würde ich dafür immer ein kleineres Messer benutzen. Kartoffeln dagegen schneide ich mit dem Kochmesser, auch wenn sie kleiner sind als ein Apfel. Der Grund dafür ist, dass Kartoffeln beim Schneiden auf dem Brett liegen und ich so gut hantieren kann.

2 – Kleines Messer

Zwei kleine Messer
Zwei kleine Messer – ein kleines Gemüsemesser von Zwilling und eine Art kleines Santoku von Wüsthof

Mit der Bezeichnung für dieses Messer habe ich mich etwas schwer getan. Manche Marken nennen solche Messer „Spickmesser“, „Garniermesser“, oder „Schälmesser“, aber unter diesen Begriffen kann ich mir nichts vorstellen. Bei diesem Messer ist nur wichtig, dass es sehr handlich ist. Ich bevorzuge eine Klingenlänge von 10cm.

Mit diesem Messer macht man dann das, wofür das Kochmesser zu unhandlich ist: Äpfel entkernen, Orangen schälen, und Erdbeeren putzen. Praktisch finde ich es auch, mit einem kleinen Messer gegen den rechten Daumen arbeiten zu können. Zum Beispiel kann man so wunderbar die Erdbeeren vom grünen Strunk befreien und dann in kleine Stücke schneiden.

Mit diesen zwei Messern hat man dann auch schon alles abgedeckt! Andere Messer braucht man fast nie und deswegen sind auch die üblichen Messerblöcke mit 6 Messern gar nicht so nützlich.

3 – Bonus: Brotmesser

Ein Messer, das man wirklich noch gut gebrauchen kann ist das Brotmesser. Zwar nicht so sehr fürs Kochen, aber dafür fürs Brotschneiden. Wenn du das Brotmesser lieber als deine anderen Messer zum Tomatenschneiden benutzt, sind die anderen Messer vermutlich stumpf. Dann sollte man sie auf jeden Fall schärfen oder schärfen lassen.

4 – Welches Messer von welcher Marke?

Jetzt sagst du vielleicht: Na super, ein Kochmesser soll ich also kaufen – welches denn? Und da würde ich sagen: Das ist fast egal. Gute Messer gibt es heute schon erstaunlich günstig und man kann gar nicht viel falsch machen.

Ein paar konkrete Tipps habe ich aber doch:

  • Aus einem einzelnen Stück geschmiedete Messer, bei denen der Stahl der Klinge sich im Griff fortsetzt sind sehr robust
  • Je nach Größe deiner Hand solltest du überlegen, ob dein Kochmesser eher 16cm oder eher 20cm lang sein sollte
  • Ich bin kein Fan von Messern mit Kropf, da gestaltet sich das Schärfen sehr unpraktisch
  • Die Schneide deines Messers sollte nicht zu dick sein, das kann das Schneiden sehr unangenehm machen

Bonus – Messer richtig halten

Ihr sagt vielleicht: Ein Messer richtig halten? Ich kann ja wohl selber entscheiden, wie ich meine Messer halte. Könnt ihr natürlich auch! Ich würde euch allerdings den „Daumengriff“ empfehlen. Man bekommt dadurch ein vielfaches der Kontrolle. Dafür hält man das Messer einfach mit Daumen auf der linken Seite und Zeigefinger auf der rechten Seite der Schneide direkt hinter dem Griff fest. Schaut euch einfach mal die Bilder an und probiert es eine Zeit lang aus. Die meisten von Euch werden bestimmt nicht mehr zum Pfannengriff zurückkehren.